Die Kundalini – Kraft

Die Kundalini – Kraft ist in den westlichen Ländern erst durch die östlichen Lehren bekannt geworden. Insbesondere das indische Yoga hat diesen Namen mitgebracht. Gemeint ist hiermit eine Kraft, welche beim Menschen (von der Rückseite betrachtet) hinter dem Steißbein liegt, eingerollt wie eine Schlange.

Deshalb ist auch oft die Rede von der Kundalini – Schlange. Diese geheimnisumwitterte Kraft soll den Menschen zur Vollkommenheit führen und geheimnisvolle Fähigkeiten ermöglichen.

Tatsache ist, daß es, genau wie bei dem Dritten Auge, Menschen gibt, welche mit vollständig aktivierter Kundalini – Kraft geboren werden, bei anderen ist diese Kraft nur zum Teil aktiv und bei wieder anderen gar nicht.  

 Was bedeutet aktiv ?

Die Kundalini – Kraft beginnt bei einem bestimmten Stand spiritueller Entwicklung, sich am Rückgrat nach oben zu schlängeln. Ist sie oben angelangt, so kommt es zu einer Art „Kurzschluss“ zwischen der Energie des Scheitel – Chakras und des Wurzel – Chakras – also zwischen Energie des „Himmels“ und der „Erde“.

Während normalerweise die Erdenergie des Wurzel – Chakras zum Sexual – Chakra, von da zum Releasing – Chakra und von da zum Herz – Chakra fließt, um sich hier mit der göttlichen Energie des Himmels  (welche über das Scheitel – Chakra aufgenommen zum Stirn – Chakra, weiter zum Kehlkopf – Chakra und von da zum Herz – Chakra fließt) zu einer Energie zu vereinen, stehen nun, nach dem Kurzschluss, beide Energien in direktem Kontakt. Wenn dies geschieht, erlebt der Mensch so viele Lernprozesse, wie er nur irgendwie verkraften kann, um über das Lernen zur Vollkommenheit zu gelangen. Diese Lernprozesse können so vielseitig, schmerzhaft und auch „schwer“ sein, dass mancher schon wünschte, die Kundalini – Kraft wäre noch nicht aktiv bei ihm. Es gibt aber auch noch andere Probleme, welche die Kundalini – Kraft bereiten kann.

 

Die Probleme

Die Kraft des Kundalini besteht in Wirklichkeit aus zwei gegensätzlichen Kräften: einer heißen und einer kalten Kraft. Beide Kräfte müssen stets im Gleichgewicht sein, soll es keine ernsthaften Probleme geben. Gemeint sind hier reale körperliche Probleme.

Ist die Kundalini – Kraft bei einem Menschen noch nicht aktiv, so kann diese Aktivität ausgelöst werden durch:

1.       normale spirituelle Entwicklung und damit verbundene Bewusstseinserweiterung;

2.     ein ekstatisches Erlebnis (Meditation)

3.     gezielte Übungen, zum Beispiel Kundalini – Yoga;

4.     eine/n Heiler/in oder spirituelle/n Lehrer/in

Die Erfahrung der 1. Möglichkeit hat in der Regel keinerlei negative Auswirkungen. Dagegen kann bei den anderen Möglichkeiten Kundalini Schwierigkeiten bereiten. Sollte sich nämlich nur der heiße Kanal aktivieren, so kann es körperliche Probleme geben von Hitzewallungen bis hin zum Verbrennen.

Bei einseitiger Aktivierung des kalten Kanals, kann es zu Kälteschauern bis hin zum Erfrieren kommen.

Sicherlich ist das Verbrennen oder Erfrieren die extremste Auswirkung einer einseitig unkontrollierten Freisetzung der Kundalini – Kraft. Doch auch die anderen Auswirkungen können mehr als unangenehm sein. Der Erfinder des Kundalini – Yoga, Gropi Krishna, erzählt in seinem Buch „Kundalini – Yoga“ über seine eigenen Erlebnisse, die er nach der unkontrollierten Freisetzung der Kundalini – Kraft durch eine Ekstase hatte. Jahrelang stand er am Rande des Todes – kämpfte mit Hilfe seiner Familie um sein Leben – bis er endlich in alten Sanskrittexten Übungen zum Kundalini fand. Er entwickelte daraus eine Methode zur Kontrolle und Wiedererlangung der Kontrolle von Kundalini. Seine Absicht war es nicht, eine Methode zur Aktivierung der Kundalini – Kraft zu entwickeln, als welche das Kundalini – Yoga heute oft „verkauft“ wird.